ach liebe taz
Im Netz tobt seitdem ein Streit über die Frage, ob Schweitzers Aktion in Ordnung ist. Vor allem viele Blogger denken: eher nicht.
Das mit der Recherche üben wir jetzt aber noch ein wenig, damit sich das Abmahnen für die scheinbar erbrachte Leistung auch auszahlt. Viele Blogger denken tatsächlich: shit, gehts nicht auch ein wenig höflicher ohne Abmahnkeule? Genau dies denkt das Gros jener und schrieb es auch derart nieder. Das die erbrachte Eigenleistung gegenüber dem zitierten Anteil verschwindend gering war, daran besteht kein Zweifel. Aber wir leben auch nicht in law & order-Gefilden, sondern in einem zivilisierten Miteinander - sollte man jedenfalls meinen. Wer stante pede abmahnt und dann auch noch vom hohen Roß den Spott gen Unwürdige schmettert, der muß auch mit dem Echo umgehen können. Damit meine ich nicht jene Infantilität die Morgenluft wittert gegenüber weiblichen Zeitgenossen, sondern jene berechtigte Kritik an der Vorgehensweise per se.
[...]dass der Student eine Spende an einen Verein wie Amnesty International zahlt: "Die soll ihn natürlich nicht umbringen, aber zumindest ein Denkzettel sein."
Hört sich zwar nett an, Denkzettel verpassen aka Treffer versenkt ist jedoch der völlig falsche Ansatz, um auf eine in diesem Fall falsche Praxis aufmerksam zu machen. Wer ein Unrechtsbewusstsein schaffen möchte, der sollte vielleicht erst einmal mit gutem Beispiel voran gehen und sich nicht fortwährend hinter einer fadenscheinigen Professionalität verstecken. Liebe Medien, diese Art von gelebter Professionalität treibt jedem, der des wissenschaftlichen Arbeitens fähig ist, einzig nur Tränen in die Augen -- beginnen wir als erstes mit einer einfachen Übung und benennen in Zukunft Roß und Reiter, wenn man denn schon stetig Informationen aus Wikipedia, Weblogs & Co nutzt.

